Kinder Kinder

Seniorenkl

Kinderlose Gesellschaft

Im Moment wird viel über unsere Kinderlosigkeit in Deutschland geredet und geklagt. Die einen (z.B. die Süddeutsche Zeitung) machen als Grund dafür ausfindig, dass die klassische Mutterrolle nicht mit den Hobbies und der Berufstätigkeit mithalten könne und dass deshalb noch mehr Fremdbetreuung Not täte. Die anderen meinen, es wäre unser ganzes egoistisch-hedonistische Wertesystem dieser Zeit, welches die freudige Aufopferung für eine schöne Beziehung nicht mehr ermögliche.

Wenn wir uns die ganze Steuerungsdebatte einmal näher anschauen, geht es hier in allen Ausformungen stets um die Perspektive der materiellen Bequemlichkeit und der persönlichen hedonistischen (lustorientierten) Eitelkeit.

Ein Paradoxon besonderer Art ist dabei die Idee der Politik, Familiensinn mit Geld oder materieller Infrastruktur steuern zu wollen. Das höchste Prinzip ist hier aber schon wieder ein materielles und kein aus sich heraus liebevolles.

Wir sollten merken, dass uns das Leben als solches offenbar nur mehr dazu wert erscheint, materielle Ziele zu erreichen. Einen eigenen Sinn jenseits dieser Orientierung, der sich aus dem Leben, dem Miteinander und dem Aufeinanderzu ergibt, kann offenbar aktuell überhaupt nicht mehr gedacht werden.

Hier fehlt uns allerdings die Mitte selbst. Das dürfte spätestens dann offenbar werden, wenn die materielle Zielerreichung durch intensivere Verwerfungen in der Wirtschaftswelt nicht mehr möglich ist.

Es könnte sein, dass eine solche Erlösung vom Wohlstand und seiner familienfeindlichen Korruption eine echte Lösung des demographischen Problems darstellt. Dann wären wieder Denk- und Fühlflächen frei für die wesentlichen Dinge.

Die schönsten Dinge im Leben haben – das wissen wir seit alters her – mit Geld nicht viel zu tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.