Artgerechte Menschenhaltung!

Durch die Erkenntnis, dass sich Lebewesen in ihrer angestammten Lebensweise am wohlsten fühlen und dadurch gesünder leben und sich besser fortpflanzen etc., entstand vor nun schon längerer Zeit der Terminus der „artgerechten Tierhaltung“. Dies bezog sich z.B. auf die Probleme durch die Massentierhaltung und die dadurch z.B. „notwendige“ Behandlung der betroffenen Tiere mit Medikamenten, die dann auch für die Menschen als Endverbraucher ungünstige Folgen haben.

Wir haben also erkannt, dass letztlich die natürliche, artgerechte Haltung von Nutztieren oder von Zootieren letztlich allen dienlicher ist, als die Unterwerfung der Haltung unter ein Nutzungsdogma, z.B. der vordergründigen Investitions-Nutzen-Abwägung mit gieriger Effizienzsteigerung.

Wenn wir genauer hinschauen, unterwerfen wir uns Menschen ebensolchen Nutzungsdogmen, z.B. machen wir uns selbst zum Objekt unserer materiellen Strebungen als Steuerzahler, als Endverbraucher, als arbeitnehmende oder arbeitgebende Wertschöpfer etc.

Wir haben uns auch schon daran gewöhnt, diese Argumente zu akzeptieren und sie werden teilweise recht aggressiv vertreten und eingefordert. Nur wenige haben den Mut als Aussteiger, Andersdenkende und Zeitgeist-Dissidenten andere Maximen zu leben. Sie werden dann sehr schnell als Fundamentalisten anderer Ideologien diskreditiert und mundtot gemacht.

Unterm Strich geht allerdings – natürlich – die Orientierung an Nutzungsdogmen schief:

Die Kinder, die von Geburt an staatlich erzogen wurden, haben allzu häufig Beziehungs- und Bindungsprobleme; die Kinder aus Partnerschaften mit unklarer Geschlechterrollen-Differenzierung haben teilweise deutliche Probleme mit der sexuellen Identität, oder im Gegenzug die Neigung, die eigene sexuelle Rolle über zu betonen. Kinder ohne erzieherische Grenzsetzungen durch Eltern und Erzieher werden ihrer Orientierungslosigkeit preisgegeben und sind darauf angewiesen, so lange zu provozieren, bis letztlich die Staatsgewalt Grenzen vorgibt und durchsetzt.

Familie ist nicht dazu da, Kinder zu produzieren, sondern eine Familie ist ein eigener Organismus, der für die Identitätsbildung, Beziehungsklärung und der Ausbildung aller sozialen Fertigkeiten junger Menschen dienlicher ist als alle noch so klug konstruierten Ersatzformen. Deshalb sollte von politischer Seite doch wohl eher diese Naturform in ihren Krisen unterstützt und gefördert werden und nicht die scheiternden Ersatzformen ermöglicht werden. Nicht ohne Grund steht die Familie unter dem „besonderen Schutz des Staates“ – laut Grundgesetz. Sollte das dann nicht auch spürbar werden? Aktuell haben die Familien sehr oft den Eindruck, nicht etwa beschützt, sondern besonders in Frage gestellt zu sein.

Die Menschheit ist offenbar immer wieder bemüht, die eigene Natur und Natürlichkeit zu ideologisch zu überwinden, um dann – wie in heutiger Zeit z.B. in Therapiestunden – „neu“ zu erfahren, wie sehr archaisch unser Handeln motiviert und wie sehr traumatisiert unser authentisches Empfinden ist.

Und stets wird dann die Begegnung mit Natur, in diesen Tagen das als erfüllend erlebte „Wühlen“ in der Frühlingserde, als in seiner Schlichtheit beglückend erlebt.

Was sollte uns daran hindern, die Dinge zu tun, die wir in aller Ehrlichkeit unseres Erlebens als beglückende natürlich-menschliche Wirklichkeit erkennen?

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