Abscheu gegen Politiker wächst

Redner

Wie kommt es, dass unsere Politiker keine Gewissensbisse dabei haben, sich erst von einer Doppelbezahlung zwischen Wahl und Beginn der Legislaturperiode zu distanzieren, wenn jemand das von außen anmahnt?

Sie hätten schweigend in Kauf genommen, dass sie 4 Monate ohne besondere Leistung ein doppeltes Salair bezogen hätten, was den Steuerzahler ca. 1 Million Euro gekostet hätte.

Damit nicht genug: Nun verzichten sie nicht etwa vollständig auf diese Zahlungen, sondern „streiten“ nur darüber, ob die zusätzlichen Diätenzahlungen „erst“ vier Wochen oder doch sechs Wochen vor dem Beginn der Legislaturperiode eingestrichen werden sollten. Pfui.

Stellen Sie sich das einmal vor: Es ändert sich für die „in Amt und Würden“ (?) stehenden Politiker an ihrem Status und ihrer Arbeit gar nichts: Sie nehmen das viele Geld als „Bonus“, oder? Wer fragt nach einer Begründung? Welche Antworten gibt es?

Nur mit Mühe konnte die Hinterhältigkeit verhindert werden, dass Meldeämter unsere Daten an Datenhändler ohne unsere eindeutige Zustimmung hätten verschachern können. Welch ein eidbrüchiger Verrat am eigenen Wahlvolk! – Ach ja, solche Eide muss man ja heute eigentlich gar nicht mehr ernst nehmen . . . , oder?

Viele von uns fühlen sich an Banken und die EU-Politiker verkauft: Über 2.500 EU-Politiker beziehen mehr Gehalt als unsere Kanzlerin. Dazu Barroso: „Nur so bekommen wir die besten!“ – Ist das wirklich so? Oder bekommen wir so nur die besten Hyänen?

Eine EU-Sekretärin verdient im Durchschnitt monatlich brutto? Halten Sie sich fest: 8000,- Euro. Dafür muss eine einzelne Oma recht lange stricken.

Ach ja, die Regierungschefs der EU wollten die Ausgaben für die EU-Verwaltung auf unter eine Milliarde Euro (?) „drücken“. Das Parlament will dagegen klagen und Erhöhungen erkämpfen . . .

Jetzt kommt noch das „Fracking“, durch das wahrscheinlich durch eingepumpte Chemikalien unser Trinkwasser auf unbestimmbare Zeit verseucht werden wird.

Schweigen und eine tiefe Übelkeit.

Mein Respekt für solche abgründigen Verhaltensweisen ist annähernd durchsichtig.

Spaßt nicht mit dem Volkszorn! So langsam kommen sich manche MitbürgerInnen durchaus eher wie missbrauchtes Milchvieh vor.

„Quidquid agis, prudenter agas et respice finem!“

„“Was (auch immer) du tust, tue es klug und bedenke das Ende!; Sirach 7, 36)

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