Kinder-Wahn

Familie

Sowohl die Regierungskoalition als auch die Opposition reiten dasselbe tote Pferd: Die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die bisherigen verfehlten Mittel zur Attraktivitätssteigerung des Kinder-Bekommens sollen durch noch unsinnigere ersetzt werden. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass reine geldliche Entlastungen und Unterstützungen nicht ausreichen.

Jetzt soll die Kinderbetreuung und -erziehung nach den Vorstellungen einiger ambitionierter Politiker weiter industrialisiert werden.

Das hatten wir schon einmal im östlichen Deutschland.

Hierbei wird jedoch die Natur des Menschen zugunsten der materiellen Wertschöpfung übersehen: In den Gebieten der Erziehungsindustrie entwickelten sich deutlich mehr bindungsgeminderte und – unfähige Menschen.

Die emotionale Bindungsfähigkeit ist als Möglichkeit angeboren, allerdings muss sie auch ein Gegenüber haben, mit dem diese Fähigkeit weiter entwickelt werden kann.

Wohlan: Mehr Beziehungskrüppel aus Ideologieräson braucht das Land.

Meine Praxis ist zwar schon bis über die Halskrause ausgelastet, aber wir können ja auch noch nachts Therapiestunden anbieten. Wir kriegen das dann schon wieder hin . . . (?).

Wenn alles der materiellen Produktivität als einzigem Wertkriterium unterworfen wird, stirbt die Familie als eine wahre Brutstätte und Heimat für Menschen zwar nicht aus, aber die Schäden werden wir noch lange zu tragen haben.

Dann sind die verantwortlichen PolitikerInnen leider schon nicht mehr unter uns und die geschädigte Generation bleibt auf den Scherben sitzen. Das hört wohl nie auf.

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