Noch ein totes Wahlkampf-Pferd

Mist

Die SPD ist zu bedauern. Die Bevölkerung wünscht sich sicher durchaus einen Politikwechsel, aber irgendwie schafft es die SPD immer wieder, gerade das „toteste Pferd“ nicht nur aufzuzäumen, sondern diesem auch noch die Sporen zu geben.

Waren es zunächst die Ausfälle des Herrn Steinbrück oder der missglückte Versuch auf den Sexismus-Zug aufzuspringen von Frau Nahles, so kommt nun Herr Gabriel mit der doppelten Staatsbürgerschaft mit der Hoffnung, damit einen großen Wurf zu erzielen.

Hallo – Aufwachen! Wir haben ganz andere Probleme!

Wir bräuchten den Schutz der Familien mit Kindern, wir bräuchten eine bodenständige Bildung, die auch wirklich die Begabungen fördert und keine niveauabsenkende Gleichmacher-Schule für alle. Wir bräuchten eine neue Ehrung und Würdigung des Handwerks und der praktischen Berufe. Wir bräuchten Mutzuspruch für die Ehrlichen und Redlichen und keine ständigen Minderheitenthemen, die täglich durch´s Dorf getrieben werden. Wir sind bereits in weiten Teilen mit Minderheitsgefühlen beschenkt.

Eine wirklich sinnvolle politische Arbeit gegen „Rechts“ wäre die Kenntnisnahme dieser Tatsachen. Wenn es eine Hilflosigkeit in der Bevölkerung gibt, die ihren Ausweg nur rechts sieht, dann ist diese Gruppe zunächst einmal nicht irgendwie durchgeknallt, sondern dann sollte nachgesehen werden, wo hier denn wirklich der politische Schuh drückt. Sonst könnten wir am Ende verwundert feststellen, dass trotz der medienwirksamen Anti-Rechts-Aktionen der Anteil der abständigen Bevölkerung weiter wächst.

Ideologien verleiten zum Wegsehen und verschleiern den Blick auf die Realitäten.

Weite Teile der Bevölkerung fühlen sich verraten und verkauft, teils nach Brüssel, teils an die Banken und teils an ungerechte Versorgungsstrukturen, die Menschen dahingehend diskriminiert, dass diese ohne spürbare Begründung besser angesehen und versorgt werden.

Eine absolute Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften übersieht, dass es nicht nur natürliche, sondern auch Unterschiede in der realen Wertschöpfung zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Paaren gibt.

Es ist kurzsichtig, das Ganze auf das Kinderkriegen zu beschränken, was ja durchaus ein schlagendes Argument ist. Der Zusammenhalt in der Familie ist existentiell bis in die häusliche Altenpflege hinein, ganz zu schweigen von dem Zusammenhalt in materiellen Krisenzeiten. Es ist ein bewährtes System.

Es erscheint unvernünftig, funktionierende Systeme ohne Not einer Mainstreaming-Ideologie zu unterwerfen, die nichts Gleichwertiges bieten kann. Das Einzige was es hervorbringt, ist eine frustrierte – zunächst schweigende – Bevölkerungsmehrheit, die sich ungerecht behandelt fühlt und das fragwürdige Gefühl ideologischer Politiker, die Welt endlich verändert zu haben.

Die Welt ist letztlich auch dann verändert, wenn ich all mein Porzellan zerdeppert habe.

Aber ist sie dann wirklich auch besser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.