Recht und Gesetz? Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare?

Kind

Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) hat dieser Tage „das Recht der gleichgeschlechtlichen Paare gestärkt“ und die Sukzessivadoption aufgrund einer Beschwerde einer lesbischen Ärztin zugelassen.

Das bedeutet, dass eine/ein gleichgeschlechtliche/r Partnerin/Partner ein von einem Teil adoptiertes Kind ebenso „dazu-adoptieren“ kann. Es wird dann quasi zweites weibliches/männliches Elternteil.

Gesetzlich scheint das durchaus alles seine Richtigkeit zu haben. Sowohl unsere Gesetzgeber, allen voran Frau Künast und Frau Leutheusser-Schnarrenberger, haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele sexuelle Prägungen unserer Gesellschaft zu nivellieren und damit – durch sogenanntes „gender mainstreaming“ – mehr „Gerechtigkeit“ in unserer Gesellschaft zu erwirken.

Dieses vordergründig honorige Ansinnen zeitigt in seiner unnatürlichen Übertreibung jedoch einiges an Unsinn und Leid.

Wenn man heute in Deutschland diese Bestrebungen kritisch sieht, muss man allerdings damit rechnen, als nicht nur konservativ, sondern gar als „rechtsaußen“ und als „ewiggestrig“ diffamiert zu werden. Die ehemals sich so gegen diktatorisch gewähnte politische Trends Wehrenden, werden heute zu selbsternannten Moralaposteln einer selbst erfundenen Weltordnung und werten recht unzart andersdenkende Menschen schnell ab.

Es sei an dieser Stelle jedoch dennoch ein kritischer Blick auf diese Dinge geworfen. Es ist unstrittig, dass nur heterosexuelle Paare auf natürliche Weise Kinder zeugen können. Es scheint in der Welt- und Naturgeschichte ein Erfolgsmodell gewesen zu sein. In den Familien gab es schon immer Konflikte und Schwierigkeiten, auch homosexuelle Paarungen gibt es seit Anbeginn der Menschheit. Diese stellten jedoch auch schon immer eine Minderheit dar, die – mehr oder weniger geduldet oder verfolgt – ihr Leben lebten. Kinder bekamen sie eigentlich nie. Heterosexuelle Paare mit eigenen Kindern bekamen einzig den Begriff Familie zugeordnet. Diesen Familienbegriff auszuweiten, tut keinem wirklich einen Gefallen.

Psychologische Erfahrung zeigt, dass es immer noch die günstigste Umgebung für ein Kind ist, wenn eine vollständige Familie vorhanden ist, vor allem, wenn diese auch noch einigermaßen funktioniert. Das hat auch noch nie flächendenkend geklappt und so mussten sich die Kinder – in der Regel erfolgreich – ihre jeweils benötigten Modelle an anderer Stelle suchen. Aber gleich von Anfang an solche Defizite mit einzubauen macht die Sache nicht besser.

Ist das Recht der gleichgeschlechtlichen Adoptiv-“Eltern“ auch gleichzeitig das Recht der Kinder auf eine „artgerechte Menschenhaltung“? Ist das wirklich vereinbar?

Mag man den „Eltern“ durchaus dieses Recht zubilligen – wer vertritt die Kinder, wer fragt sie, wie werden diese einmal in ihrer Gesellschaft leben, welche Hypotheken lädt man diesen auf?

Gleichmacherei von Nicht-Gleichem ist Wahrheitsverfälschung und es ist auf lange Sicht zerstörerisch.

Gleichmacherei und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe, weil unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Und nur, weil die Kinder sich nicht wehren können, bedeutet das nicht, dass alles für Erwachsene Machbare auch das sinnvollerweise Richtige oder Angemessene ist.

 

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