Ist da noch wer? Gibt es außerirdische Lebensformen? Teil 1

Galaxie M 94 aus: Sterne und Weltraum 3/2013 S. 46  R. Jay Gabany
Galaxie M 94 aus: Sterne und Weltraum 3/2013 S. 46 R. Jay Gabany

Bild: Galaxie M 94 16Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt in: Sterne und Weltraum 3/2013 S. 46 R.Jay Gabany

In diesem Sommer besuchte ich das Planetarium in Fulda zu einem kleinen Vortrag:

„Ist da noch wer? Gibt es außerirdische Lebensformen im Weltall?

Zunächst wurde dargestellt, was nach unserem Kenntnisstand Voraussetzung für Leben ist, und dann gefragt, wie man solche aufspüren könnte. Ein Problem sind die gigantischen Entfernungen die es zu überwinden gilt.

Wussten Sie, dass unsere Raumsonden mit einer Geschwindigkeit von 50.000km/h durch`s Weltall jagen und mit Atomantrieb eine Geschwindigkeit von 100.000 km/h möglich wäre?
Das ist leider nichts gegen die Lichtgeschwindigkeit von 1 Milliarde km/h. Die Entfernung zum äußersten Planten unserer Galaxie, der Milchstraße, beträgt 600 Lichtjahre.!! Man muss 600Jahre mit Lichtgeschwindigkeit (1Milliarde Km/h) fliegen, um dorthin zu gelangen.
Dabei gibt es tausende von anderen Galaxien! Die Galaxie M 94 auf dem obigen Bild ist 16 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Eine Aufnahme der Galaxie gelang erst, nachdem das Bild 13 Stunden belichtet wurde. Die Bilder von dieser Galaxie sind somit so uralt, dass wir gar nicht wissen, ob die Galaxie heute noch existiert.
In den 70iger Jahren hat man begonnen Radiowellen ins Weltall zu senden, in der Hoffnung, dass sie jemand auffängt. Es kamen dann die Raumsonden, welche vollbepackt mit irdischen Informationen durch das Weltall jagen, in der Hoffnung, dass irgend eine Lebensform sie aufgabelt und entziffern kann. Man viele mathematische Formeln benutzt, da man glaubt, dass Mathematik überall logisch erfassbar ist.
Daneben baute man Empfangsstationen, um evtl. Nachrichten aus dem All auffangen zu können. Bisher ohne Erfolg.

Mir sind dann so ein paar Gedanken gekommen:
Wenn es tatsächlich eine Intelligenz gibt, die unsere Botschaften nicht nur versteht, sondern auch die Schwierigkeiten, die wir mit Distanz und Zeit haben, überwindet, dann ist es möglicherweise eine ganz andere Lebensform. Ein Leben mit ganz anderen Kommunikationsformen, Denkmustern, körperliche Verfasstheit. Die Schwierigkeit lässt sich leicht an einem Beispiel ablesen: Wenn es möglich wäre, einem Menschen aus dem 8. Jahrhundert einen PC oder Handy in die Hand zu drücken. Was kann er damit anfangen?
Die Lebensform kann evtl. mit uns gar nicht kommunizieren, weil wir gar nicht erfahren, dass sie uns geantwortet hat. Wir registrieren die Art ihrer Antwort überhaupt nicht, so fremd ist sie uns.
Das geht erst, wenn diese Lebensform sich auf unser Muster minimiert, in unsere Horizonte einsteigt und mit unseren Möglichkeiten bei uns erscheint, damit wir sie verstehen.
Wenn das geschieht, würden mit Sicherheit unsere Regierungen, Militärs und Wirtschaftverbände versuchen sich der Lebensform zu bemächtigen, sie zu erforschen, zu enttarnen, zu sezieren, sie sich nutzbar zu machen. Gelingt ihnen das nicht, oder reagiert sie nicht so, wie wir das wünschen, würden wir sie wahrscheinlich bekämpfen.

Nichts anderes wird in der Rede von der Menschwerdung Gottes gesagt. Der Gott, für den der gesamte Kosmos mit seinen unendlichen Dimensionen nichts weiter als ein Punkt ist, umfasst diese Unvorstellbarkeit des Kosmos. Wir sind von Gott weiter entfernt, als der fernste Stern in der entlegendsten Galaxie. Wir können noch nicht einmal erahnen, was dieser Gott überhaupt denkt, sein könnte, wie oder was er wirklich ist. Er redet und handelt in einer uns völlig überfordernden Weise. Wenn wir ihn verstehen wollen, dann nur, wenn er sich auf unser Niveau minimalisiert. Wenn er mit unseren Worten spricht, handelt und verständlich macht. Und genau dies ist geschehen in Christus. Gott minimalisiert sich auf unsere Größe, um uns mitzuteilen, wer er ist, was wir sein sollen und wohin unsere Reise geht.
Und was machen wir? Wir sagen: Das bisschen Mensch kann nie und nimmer Gott sein! Herodes will ihn beseitigen, die Zeloten wollen ihn für ihre Zwecke einspannen und wo er nicht greifbar und nutzbar gemacht werden kann – da wird er umgebracht. Da sieht man doch, dass er nichts ist. Und niemand erkennt, dass er größer ist als der Tod, der sonst alles um uns herum beherrscht. Niemand erkennt, dass seine Existenz mehr ist als körperlicher Mensch in Verfallenheit, sondern lebenspendender Geist. Und niemand will diesen Geist erfahren, sich auf ihn einlassen und sich ihm hingeben. Niemand?

Die, die es nicht tun, bleiben jedenfalls in ihrer Begrenztheit und Selbstbezogenheit, die da da heißt: Mit dem Tod ist alles aus – da kommt nichts mehr. Die Selbstbezogenheit, die außer der beweisbaren Wirklichkeit keine Wirklichkeit zulässt. – Ohne zu erkennen, dass alles Beweisbare irgendwann einmal aus der Nicht-Beweisbarkeit hervor gehoben wurde, obwohl es dennoch bereits vorher da war.

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