Stäbchen vs. Stab

Stäbe

Die Vergebung ist besonders wichtig, so wie Jesus in Mt 6, 7-15 das Vaterunser erklärt. So wie wir vergeben, wird uns vergeben.

Wichtig erscheinen dabei folgende Aspekte:

Dem Himmel ist es nicht wirklich wichtig, ob wir irgendwelche Maßstäbe erfüllen – wir sind unvollkommene Menschen.

Schlimmer ist da schon das Maßstäbe-Setzen!

Das ist „anmaßend“ und schafft Schuldige: Zum einen immer die anderen, die meine Maßstäbe nicht erfüllen, aber zum anderen auch ich selbst, weil ich auch hinter meinen Erwartungen zurückbleibe, mir etwas schuldig bleibe.

Natürlich jeweils „angepasst“ unterschiedlich: Die Maßstäbe an die anderen sind oft ein wenig anders, als meine Maßstäbe an mich . . .

Ja, aber was soll denn bloß werden, wenn wir auf unsere Maßstäbe verzichten? Dann rutscht uns doch der Boden unter den Füßen weg! Dann sind wir doch im freien Fall!

Nein: Wir haben den göttlichen Maßstab, aus Holz, groß und deutlich – das Kreuz Christi als das Kennzeichen der Liebe Gottes. Das ist unser Maßstab. Kein leichter und kein kleiner Maßstab – stimmt! Aber eben keine Maßstäbchen, die wir uns selbst geschnitzt haben, sondern der solide Maßstab schlechthin.

Auffallend ist, dass in unserer Zeit alle so vordergründig und schnell schuldlos gesprochen werden und gleichzeitig die Worte Schulden, verschuldet, Schuldenkrise etc. unser ganzes Leben durchdringen.

Wir haben uns in unserer Vergebungslosigkeit – auch der Bankenwelt – in große Schuld verstrickt. Nicht die Schuld, dass etwas nicht zurückbezahlt werden kann – das passiert immer.

Nein, die Schuld, andere in Schulden zu treiben und dort schmoren zu lassen. Ungut. Geht schief.

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