Wer ist hier undemokratisch?

Man kann über die Ereignisse in der Türkei denken, wie man will: Fest steht, dass Herr Erdogan der einzige demokratisch legitimierte Posten hier ist.

Natürlich steht es den Menschen frei, ihre – vielleicht ja sogar gut begründete – Wut zu äußern, aber es muss klar sein, dass es in einer Demokratie eines gewählten Gremiums bedarf, welches dann auch verhandeln kann.

Ähnlich wie in den Auseinandersetzungen um „Stuttgart 21“ ist die politische Legitimation der Demonstrierenden durchaus fragwürdig. Demokratisch klarer wäre es, wenn eine parteiähnliche Organisation gegründet würde, die dann den Willen dieser Gruppe formuliert.

Nur aufgrund des Umstandes, dass ein legitimiertes Staatsorgan für Ruhe und Ordnung sorgen will, sollten wir vielleicht Vokabeln wie „undemokratisch“ nicht verwenden.

Vielleicht ist die Wut der Demonstranten ja durchaus berechtigt, aber demokratisch offiziell legitimiert ist ein anderer. Wenn diejenigen stets Recht bekämen, die am lautesten schreien, sprechen wir sicher nicht mehr von einer Demokratie.

So eine Gesellschaft ist dann unregierbar und nennt sich wohl eher Anarchie.

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