Erste evangelische Männerhochzeit

Beffchen

Am vergangenen Freitag wurden Christoph und Rüdiger in Seligenstadt „Mann und Mann“. Offiziell und evangelisch. Der Präsident der EKHN, Volker Jung, behauptet dazu: „Das ist ganz im Geist und Sinne Jesu, der Menschen Lebensdienliches zugesprochen hat.“ Dieses trauen sich jedoch einige zu bezweifeln. Was dient dabei dem Leben so, dass es der lebensspendenden fruchtbaren Ehe zwischen Mann und Frau vergleichbar wäre?

Durch diese Entscheidungen triftet die EKHN aus dem Konsens christlicher Kirchen und auch aus dem Verständnis vieler treuer Protestanten. Ist es wirklich gut, fragwürdige Trennungen durch noch mehr fragwürdige Trennungen zu behandeln und den einen Fehler durch einen nächsten zu verdecken?

Am Ende könnte es so kommen, dass die eskalierende „Konturierung“ – im Versuch die eigene Existenz zu begründen – genau zum Gegenteil führt. Dann könnte es so kommen, dass sich immer weniger Christen zur EKHN zugehörig fühlen, die im Bemühen, politisch beliebter zu werden, ihren Kern aus dem Blick verliert.

Sie könnte verloren gehen im weiten Feld der Anbiederung. Die Welt ist nämlich den Christen stets das Zweitwichtigste.