Der aktuelle Prophetenruf gegen die Ausbeutung

Prophet

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Geringverdiener im Land unterdrückt!

Ihr sagt: Wann sind die Feiertage vorbei? Wir wollen unsere Waren verkaufen.

Und wann ist der Sonntag vorbei? Wir wollen die Kaufhäuser und Märkte öffnen, geringerwertige Waren einkaufen und die Preise erhöhen und mit Verpackungen geschickter täuschen.

Wir wollen mit Geld die Hilflosen und Uninformierten kaufen, für ein günstiges Handy die Armen. Sogar den Schrott machen wir zu Geld.

Doch der Höchste ist auch Wahrheit und spricht: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.

Deshalb soll die Erde beben und die Wasser und das Klima im Zorn aufbegehren.

An jenem Tag – Spruch Gottes, des Herrn – stelle ich die Welt auf den Kopf. Den Tag werdet ihr verfinstert erleben und am Mittag schon die Nacht sehen.

Ich verwandle eure Parties in Beerdigungsfeiern und all eure Hitsongs in Jammerei. Ich lege allen ein Trauergewand um und nehme euch die Schönheit. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den einzigen geliebten Menschen und das Ende wird sein wie der bittere Tod selbst.

Seht, es kommen Tage – Spruch Gottes, des Herrn -, da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Essen, nicht Durst nach Getränken, sondern nach Sinn, Hoffnung und Trost – einem Wort des Herrn.

Dann wanken die Menschen von Hier nach Dort in Sinnlosigkeit, sie ziehen von Norden nach Osten, um den Halt zu finden; doch sie finden ihn nicht.

An jenem Tag werden die schönen jungen Mädchen und die jungen Männer ohnmächtig und lebensüberdrüssig vor diesem Durst,

alle, die beim Götzenbild von Euro, Konsum und Wohlstand schwören und sagen:

„So wahr es den Euro immer geben wird, Europäer“, oder „so wahr es auf deutschem Boden keine Hungersnot mehr geben wird, Kumpel“:

Sie werden schockiert ins Bodenlose fallen und sich lange nicht mehr erheben.

 (Amos 8, 4-14 – neu gelesen)

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