Stinkefinger-Kultur

Auf dem Cover des Magazins der Süddeutschen Zeitung prangt Peer Steinbrück mit rotzfrechem Blick und Stinkefinger. Symbolfigur der politisch-kulturellen Realität unserer Tage?

(http://www.sueddeutsche.de/politik/peer-steinbrueck-stunk-mit-dem-stinkefinger-1.1769511, 12.9.2013)

Er wollte damit ohne Worte ausdrücken, welche innere Reaktion auf kritische Bezeichnungen für seine Person erfolgte, nachdem er sich mehrfach rüpelhaft und ungehobelt benommen hatte.

Komisch nur, dass seine Reaktion ebenso unverschämt und rüpelhaft rüberkommt. Sollte an diesem Persönlichkeitszug etwas dran sein?

Fälschlicherweise versteht er „Klartext“ mit „unanständigem Umgang“ und Rüpeleien. Könnte ihm das mal jemand erklären, bevor er sich selbst und seine Partei vollends ramponiert?

Oder sind die Befürworter dieses „Stils“ ähnlich gestrickt? – Z.B. die Reaktion von Sigmar Gabriel: „Boah, coole Sau!“. Die Befürworter auf facebook sprechen eine ähnlich kultivierte Sprache.

Tenor der Äußerungen: Besser als „langweilige Raute“ etc.

Meine Frage: Reduziert sich unsere politische Kultur dieser Tage auf Gebärden statt auf Inhalte, Action statt Stabilität?

Da waren wir aber schon ´mal weiter . . .

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