Friedvolles Weihnachten braucht Zeit – braucht Advent

Was denken Sie, was wird am Meisten geklaut und um was werden wir am meisten betrogen?

Seit Momo wissen alle: Zeitdiebe sind unterwegs – die Zeit wird uns geklaut – Wir klauen auch Zeit, wo es nur geht. Schnell, schnell, sofort muss alles erledigt sein. Immer mehr in immer kürzerer Zeit. Verkürzte Schulzeit – derselbe Stoff in höherer Qualität, aber kürzer erledigt.

Werbung zeigt uns, dass die wahren Diebe auch einen Namen haben: Zalando Mediamarkt &Co Kg sind schneller als Nikolaus, effektiver und haben die attraktiveren Geschenke. Sie brauchen nicht den ganzen Schnick-Schnack, von Vorlesen, Singen, Erzählen oder so, sondern kommen gleich zum Wesentlichen: Geschenke, Smartphone, Fernseher, Kindle, Schuhe, Kleider und sogar Kühlschränke entscheiden das Weihnachtsfest unter dem Baum.

Nur nebenbei haben sie es auf unser Geld abgesehen. Vielmehr geht es darum, uns zu sagen, dass die einzig Wichtige Sache in unserem Leben Materielles ist, handfeste Moneta, knallharte Fakten. Haben, immer auf der Höhe der Zeit besitzen.

Aber das hat auch was Gutes: Zalando, Mediamarkt und Co KG; die Zeitdiebe und alle anderen zeigen auf: Der ganze Brimborium hat mit Weihnachten, mit Gott, mit dem wirklichen Kern nichts zu Tun. Solches Weihnachten können wir abschaffen, Umtauschen gegen irgend etwas anderes. Benennen wie wir wollen.

Weihnachten geht anders: geweihte Nacht. Es geht um Menschen, es geht um unser Inneres, es geht um unsere Beziehungen, um unser Streben nach

Frieden, Zufriedenheit, um Harmonie, um Einssein, und um Liebe. Die Dinge kann man nicht bei Amazon bestellen. Diese Dinge brauchen Zeit.

„Liebt, wie ich euch geliebt habe“ Liebe braucht Zeit des Anschauens und Hinschauens. Gott schaut uns an – und schüttelt wohl oft den Kopf.

Liebe muss sich entwickeln,

Liebe entsteht im Anschauen des anderen,

im Mit-Leben und Mit-Durchleben von Zeit,

mit sich selbst verschenken – und nicht nur einen Gegenstand

im Leben – Teilen, indem man jemanden Anteil gibt an seinem Leben und ihm

sein Inneres anvertraut.

Liebe hat etwas mit mir selbst zu tun. Ich darf mich liebend betrachten, weil dieses Kind in der Krippe, weil Gott,  mich mit liebenden Augen ansieht, und seine Gottheit mit mir teilen will.

Jeder von uns darf daher liebevoll auf sich selbst schauen

  • entdecken wir, was liebenswert in mir ist, damit das Ärgerliche zurück tritt
  • sehen wir unsere Chancen und Möglichkeiten,
  • sagen Sie mit ganzen Herzen zu sich ja, damit Sie sich über sich selbst freuen können

Von daher kann ich dann auf andere „befriedet“ und zufrieden zugehen. Ich kann dankbar sein, über die Gnade von einer unendlichen Macht geliebt zu werden, mich selbst als Person anzunehmen und anderen meine Liebe zu schenken.

Aber all das braucht Zeit. All das ist auch ein Stück weit Zumutung.

Friedvolles Weihnachten braucht Zeit / Liebe braucht Zeit– wir brauchen weniger Weihnachten und mehr Advent, vielleicht das ganze Jahr über

Joh 15, 12

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde (, wenn ihr tut, was ich euch auftrage). Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. (Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet). Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

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