Urheberrecht

Die Idee des Urhebers verweist etymologisch auf Gott, den primaeren Schoepfer, den Erschaffer der Welt. Der Schoepfer wird zu einer Leitfigur der Moderne. Es ist eine Grundannahme der Moderne, dass etwas Neues nicht von Gott oder den Vorfahren uebernommen und nicht in Gemeinschaften erzeugt, sondern von einem Individuum geschaffen werde. Neue Ideen entstehen durch Austausch, Ueberlieferung und Imitation, oder in den Worten des Wissenschaftsforschers Ludwik Fleck: durch Denkverkehr. Der einzelne, isolierte schoepferische Autor ist wohl eine Fiktion.

Historikerin Monika Dommann im Interview mit Zeit-online

 

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