Pilgerreise (2. Etappe): Der Engel brachte Maria die Botschaft – und sie empfing vom hl. Geist

Sowohl das AT als auch das NT, ja selbst der Koran gehen davon aus, dass das Wesen und Sein Gottes, mit nichts auf dieser Welt vergleichbar ist und dieser Gott daher mit keinen Begrifflichkeiten und Umschreibungen annähernd umfasst werden kann. Gott ist etwas, was wir überhaupt nicht fassen können. Der Versuch von uns aus Gott zu definieren oder auch nur über ihn zu reden, scheitert und endet darin, dass wir letztlich nur etwas über uns selbst, unsere Wünsche und Hoffnungen und Erwartungen zu sagen vermögen. Alles was wir halbwegs Gescheites über Gott zu sagen vermögen, muss von ihm selbst kommen. Er muss sich uns zeigen. Er muss sich uns offenbaren.

Deshalb steht am Anfang dieses Gebetes nicht: Maria hat durch scharfes Nachdenken, eine gute Erziehung und ein vorbildliches Leben etwas von Gott erfahren, sondern: Der Engel Gottes – Gott – hat ihr etwas von sich gezeigt. Gott hat sich ihr offenbart in einer Erscheinung und Gestalt, die sie zumindest ansatzweise in ihrer Erfahrungswelt unterbringen konnte.
Aber selbst diese Erscheinung oder diese Erfahrung reicht nicht aus. Denn: Ist das alles nur Einbildung gewesen – ein Traum? Es muss noch etwas hinzukommen: „Und sie empfing vom hl. Geist“
oder wie es im „Gegrüßest sei`s du Maria“ heißt: „voll der Gnade“.
Hinzu kommen muss diese Gnade Gottes, das Geschenk Gottes. Maria empfängt nicht nur irgendwie den Geist Gottes, sondern sie wird von ihm ganz und gar erfüllt. Voller Gnade, voll sein von Gottes Geschenk, voll sein von Gott selbst. Erfüllt sein von seinem hl. Geist.
Überall dort, wo wir von Maria sprechen, geht es sicherlich einerseits um die konkrete Person Marias und ihre Rolle in der Heilsgeschichte. Es geht aber andererseits immer auch um uns. Maria steht für die Menschheit und anstelle aller Menschen. Was an ihr und mit ihr geschieht, hat auch Bedeutung für uns! Ich werde angesprochen – und Sie sind gemeint!
Wenn wir das Angelusgebet weiter unten betrachten, so bitten wir um genau dieselbe Gnade, dasselbe Geschenk, das Maria erhalten hat – Gieße deine Gnade in unsere Herzen ein

Wir brauchen bis heute diese 2 Dinge: Die Botschaft – Jemand, der uns glaubhaft die Frohe Botschaft Gottes vermittelt – und Gott selbst, der uns in seinem Geist bestätigt, dass es nicht nur irgend ein ausgedachtes Gespinst ist, sondern tatsächlich Wort und Botschaft Gottes an uns. Erst hieraus ergibt sich die ganz eigene Sicherheit und Erkenntnis der Existenz Gottes, der Menschwerdung Gottes, des Mitleidens und Mitgehens Gottes durch unser Leben und unserer Vollendung und Verherrlichung in Gott.
1 kor 2, 11
So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist
Röm 8, 16
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist

Herr Gott ich bitte:

Wir brauchen jeden Tag neu dein Wort, deine Schrift, und deinen Geist.  Füll uns randvoll ab mit beidem und lass es in uns wirken.

Lass Väter, Mütter, Kinder Jugendliche, Alte und Schwache zu Boten-Trägern werden, die ihre Be“geisterung“ weiter tragen und das Feuer deiner Liebe immer neu entzünden.

 

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