Pilgerreise (7. Etappe): Die Letzte

Am Anfang der Pilgerreise stand das Angelus-Gebet, der Engel des Herrn. Man kann diesen Text schnell herunter leiern, dann ist er fremd, sperrig und leer. Die Lust ihn erneut in die Hand zu nehmen sinkt rapide, bis ihn die meisten Leute gar nicht mehr kennen. Ich habe versucht dieses Gebet mit Leben zu füllen und rege an sich noch mehr Gedanken dazu zu machen. Möglicherweise kommt jemand anderes auf noch ganz andere Spuren. Das wäre gut so.

Zum Schluss gibt`s ein update – den Versuch einer sprachlichen Neufassung.

Herr unser Gott: Was Du an Maria getan hast und mit ihr gewirkt hast soll auch für uns Wirklichkeit werden.

Wir brauchen immer wieder deine Botschaft, deine gute Nachricht und deine Worte. Sprich uns an, lass sie uns hören und lass sie in uns wirken. Nichts davon verstehen wir, wenn nicht dein hl. Geist uns erfüllt. Wir sind leer und taubes Geklepper, wenn nicht dein Geist uns Klang, Sicherheit und Tonfülle verleiht.

Auf dich, guter Gott hin, bin ich nicht der Macher und derjenige der Ansprüche stellt, sondern auf Dich hin, bin ich nicht mehr als eine Magd oder ein Knecht. Doch das dürfen wir sein ohne Angst. Wir dürfen dir bedingungslos vertrauen und unser Leben auf Dich aufbauen. Gib mir die Kraft, wie Maria mein ganzes Leben unter deinen Willen zu stellen. Mich dir hinzugeben und auf dich hin zu leben.

Du gabst mir diesen Körper und dieses Leben. Lebe Du in mir, damit ich deinem Namen ein Gesicht gebe in dieser Zeit. Wohne in mir und mach mich zu einem Tempel deines Geistes.

Herr Jesus Christus, wir bitten dich, schenke uns Vertrauen in die Kraft des Gebetes und der Bitte. Stelle unsere Bitte in die Gemeinschaft mit der Fürbitte deiner Mutter Maria. Schenke uns auch die Bereitschaft, deinen Willen anzunehmen, gerade dann, wenn er nicht unseren Vorstellungen entspricht.

Barmherziger Gott, was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat, das hast du denen bereitet, die dich lieben. Gib uns ein Herz, das dich in allem und über alles liebt, damit wir ein Leben in Fülle erlangen, das alles übersteigt, was wir ersehnen. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.

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