Noach – Pink fluffy unicorn – Auf Gottes Regenbogen tanzen

Sie sehen die Seitenwand des Umzugswagens beim Fastnachtsumzug – gestaltet von unserer Jugendgruppe. Es ist ein z.Zt. weit verbreitetes Motiv, zu dem es sogar ein Lied gibt:

Pink Fluffy unicorn – Dancing on the rainbow.

I Fluffy Unicorn

Auf Deutsch: Ein flauschiges, wolliges und rosafarbenes Einhorn, das lustig und vergnügt auf dem Regenbogen tanzt. Es hat irgendetwas – es ist süß – unbeschwert – irgendwie knuddelig. Es scheint vergnügt, lebensfroh und unbeschwert zu sein.

II  Der Regenbogen

Von dem Regenbogen liest man auch in der Bibel (Gen. 9,8ff) und zwar bei der Erzählung über Noah und er der Sintflut. Der Regenbogen wird zum Zeichen der Treue Gottes und des Bundes Gottes mit uns. „Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch“

Auf dem Regenbogen Gottes – Auf der Treue Gottes tanzen – das ist doch mal ein interessanter Ansatz. In Gottes Zusage sicher sein – Im Vertrauen auf ihn leben – einfach fluffy, flauschig, wollig. Letztlich will Gott das tatsächlich für uns. Der Regenbogen ist wie eine gigantische Brücke in ein solches Leben. Ja in genau ein solches Leben ohne Bedrohung und Ende.

Wenn man sich den Anfang der Erzählung von Noah ansieht, sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Vor dem Regenbogen kam eine Sintflut, eine alles Leben vernichtende Überschwemmung, der nur Noah und seine Familie entkommen sind. Die Bibel erläutert das so: Die Menschen der Ur-Zeit standen unter dem Einfluss rätselhafter Mächte, die sie zu Dingen trieben, welche sie im Grunde eigentlich gar nicht wollten. Die Schlechtigkeit der Menschen nahm zu, sie wollten gleich wie Götter werden. Sie fühlten sich als Übermenschen, denen alles erlaubt und möglich war. Sie setzten immer mehr nur ihre eigenen Willen durch. Der eigene Egoismus, das eigene Machtstreben und die Rücksichtslosigkeit führten zu immer größerer Gewalt und Ungerechtigkeit. Anstatt Solidarität und Miteinander ging es nur noch um den eigenen, möglichst großen Vorteil. Dafür ging man über Leichen und beutete aus, was nur ging.

Die Sintfluterzählung macht deutlich, dass ein solches Verhalten in den absoluten Untergang und die eigene Vernichtung führt. Indem Gott schließlich sagt, dass nie wieder „alles Leben“ ausgerottet werden soll, macht er deutlich, dass er ein Gott des Lebens und nicht ein Gott der Vernichtung ist. Er will unser gelingendes Leben, fordert aber gleichzeitig unsere Verantwortung für unser Leben, unsere Verantwortung für die Menschen um uns und die Verantwortung für die Schöpfung (Gen. 9,5). Er will im Letzten das tanzende Leben, das wir nur auf dem Regenbogen seiner Treue und seines Bundes erreichen werden.

III Fisch

In die oberen Ecke haben wir einen Fisch gemalt mit den Buchstaben

IChThYS. Das ist griechisch und heißt einfach Fisch. Die Christen hatten sich diesen Fisch zu ihrem eigenen Symbol gemacht:

Jesus

Christus

Gottes Sohn

Erlöser

Jesus: Ganz und gar Mensch. Ein Mensch, der unter all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten litt. Im Evangelium (Mk 1, 12) heißt es: „Er wurde vom Satan in Versuchung geführt“. Das ist eine Umschreibung für all das, was bis heute geschieht. Wir werden alle ausnahmslos manipuliert durch Werbung, Medien, Wirtschaft, Politik – ja auch durch unsere Freunde und in der Familie, sogar in der Schule. Wir können oft gar nicht die eigentliche Wahrheit erkennen. Meist erst dann, wenn es zu spät ist. Wir sind bis heute immer in der Versuchung, an erste Stelle unseren Vorteil zu setzen:

„Was hast du denn davon“ – ist eine der ersten Fragen. Die eigene Karriere geht vor.

„Wie steh ich da vor meinen Freunden“ – das eigene Ansehen ist wichtig.

„Das lässt du dir gefallen?“ – nur keine Schwäche zeigen und immer schön der Starke sein!

Aber Jesus überwindet diese Versuchungen, weil er auch der Christus, der Gesalbte Gottes ist. Er ist das Gesicht Gottes in unserer Welt. Wer ihn erkennt, erkennt Gott. Was er sagt und tut, ist Gottes Wille. Von daher ist er auch der Soterior, der Erlöser. Er ist derjenige, der uns von den Versuchungen, unseren Allmachtsträumen und unseren Bessenheiten erlösen will. Er zeigt uns den Weg zum Regenbogen – zum Tanz auf der Treue Gottes.

Das fluffy unicorn ist ein Einhorn. Das Besondere am Einhorn ist sein Horn. Es ist ein Fabelwesen, das aus diesem Horn seine magischen Zauberkräfte und sein magisches Flair zieht. Wird das Horn abgehauen, stirbt das Einhorn. Paulus sagt seiner Gemeinde etwas ähnliches: Er sagt, wir sollen Christus als Gewand anziehen (Röm 13, 14) und das Heil Christi als Helm aufsetzen (Eph 6, 14). Solange wir Christus bei uns und in uns tragen, haben wir den Zauber des ewigen Lebens in uns.

IV Die Gemeinschaft

Auf dem Bild läuft nur ein einzelnes Einhorn daher. Auf die Dauer ist das wohl etwas langweilig. In der rechten Ecke ist das Symbol unserer Jugendgruppe zu sehen: Ein Kreis, eine Gemeinschaft. Wir sind keine Einzelkämpfer, sondern eine Gemeinschaft, die Platz hat für Gott in ihrer Mitte.

Wir sind Kirche, etwas anders,

etwas mehr fluffy,

etwas mehr pink,

ein klein bisschen lauter mit der Musik,

manchmal unberechenbar – aber wir gehören dazu!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.