6 Sucht… das Kind von einst

Advent 2015-3

Nur noch ein paar Tage: Dann die Zeit zwischen den Jahren, Silvester, noch einmal durchschnaufen und schon ist der Alltag wieder da.

So ist es mit den Kindern. Gerade sind so zerbrechlich klein, anhänglich, nur zum Knuddeln. Dann kommt die pubertäre Zwischenzeit und schon sind sie aus dem Haus. Sie machen Dinge, die nicht so zu erwarten waren. Sie gehen Wege, die nicht so geplant waren. Die Kinderleins geben einem zuweilen Rätsel auf.

Mk 3,13

Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um Jesus mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

Mt 12, 46

Als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Brüder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen. Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen. Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Maria geht ihrem Sohn immer nach. Sie folgt und geht mit ihm auf seinen Wegen, selbst da, wo sie nur noch denken kann: Er spinnt. Das geht nicht gut! Sie ist noch bei ihm, als alles zu Ende geht und sie ansehen muss, wie ihr Kind geschlagen, gedemütigt und zu Tode gequält wird. Sie trägt ihren Sohn zu Grabe. Ein Albtraum für jeden Vater und Mutter. Was ist nun aus den großen Versprechungen und Erwartungen geworden? Alles nur eine Illusion? Maria ist trotz alledem auch noch danach mit seinen Jüngern zusammen – im Gebet vereint – wie es in der Apostelgeschichte heißt.

Weihnachten lädt ein, die Beobachterposition vom Rande des Geschehens zu verlassen, und einzutreten in den inneren Kreis mit Jesus Christus als Mitte. Wir sollten uns an den Momenten von Glück erfreuen und aus ganzem Herzen jede Gelegenheit nutzen Weihnachten zu feiern. Jede Gelegenheit nutzen, aus einer Begegnung ein Fest des Friedens zu machen, Familie zu sein und Familie zu schaffen. Wir sollten weihnachtlich so oft wie möglich unter den Schutz Gottes schlüpfen und mit den Chören der Engel Gottes Gegenwart in unserem Leben suchen, erkennen und ausleben. Solange es geht, sollten wir unser Herz von Jesus Christus anrühren lassen.

Gleichzeitig ist uns klar, dass der Alltag uns wieder haben mag. Halten wir dann an diesem Jesus Christus fest, wie Maria ihm treu geblieben ist. Gerade wenn es ganz anders kommt. Lassen sie uns ihm nachgehen und seine Wege in unserer Zeit mitgehen, wie Maria mitgegangen ist. Das können wir, weil seine Treue und Liebe zu uns noch größer ist.

Jung, ledig, schwanger …sucht das Kind von einst – und wird vom Herrn aller Existenz und allen Lebens gefunden.

Phil 2, 10

Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt:

«Jesus Christus ist der Herr» – zur Ehre Gottes, des Vaters.

Heute wird ein Geschenkpaket geknetet. Kneten Sie ihr Wunsch-Geschenkpaket, von dem nur Sie wissen was drin ist.

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