1 Jung, ledig, schwanger sucht… Mann fürs Leben

Advent 2015-Jung, ledig, schwanger sucht - Kopie

Wir können gar nicht ganz allein sein. Wir sind aufeinander bezogen und brauchen jemanden, zu dem wir gehören. Allein sind wir alle irgendwie unvollständig.

Gen 2, 23

Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein / und Fleisch von meinem Fleisch. Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.

Von ein und demselben, von einer verschieden und doch aufeinander bezogen. Selbständig und wiederum zusammen vereint. Diese Sehnsucht drückt sich in der Erzählung aus. Es ist eine Spannung von Distanz und Nähe. Wir brauchen einandern – wir brauchen aber auch uns.

 

Was suchen sie?

Jemanden, der mit Ihnen das Leben teilt. Der sie liebt und den sie lieben dürfen. Der Sie annimmt und für Sie da ist. Der Sie nicht als seinen Besitz oder sein Sexobjekt betrachtet, sondern der ein Teil ihres Lebens wird – und sie werden ein Teil seines Lebens.

Mann und Frau – sich ergänzend

treu zueinander stehen – für immer

Mit Glut und Leidenschaft

Eine Beziehung, die von Gott durch Krisen getragen wird.

Eine Beziehung, in der das Unmögliche möglich wird.

in der jeder schuldig werden kann und wird – in der aber die Vergebung siegt.

In der Bibel kommt noch etwas dazu: gesegnet sein von Gott.

Verwurzelt in der Liebe Gottes. All das, was wir uns an Gutem und Erfüllten wünschen und ersehnen, hat seinen Ursprung und seine letzte Erfüllung in Gott. Alles, was wir uns an einer Beziehung wünschen, zeigt auf die die Liebe Gottes, die Beziehung Gottes zu uns, und will sagen: Genau dies will Gott für uns sein! In den Orden gibt es eine bestimmte Sichtweise, die aber für uns alle gilt: Verheiratet sein mit Gott! Eine lebendige und tragende, liebende Beziehung zu uns zu haben: Das will Gott für uns sein.

Es kommt nicht immer, aber immer wieder vor, dass sich die Liebe Gottes zu uns, in der liebende Beziehung der Ehe wieder spiegelt. In diesen Momenten wird sie greifbar. Das nennt die Kirche Sakrament: Gottes Liebe zu uns wird fassbar und sichtbar.

Schwierig bleibt es trotzdem. Gelingen will es nicht immer.

Wenn man den Mann/die Frau fürs Leben gefunden hat, stellen wir fest, dass eine Ehe eine ständige Herausforderung, ein Wachsen und Veränderung ist.

Maria hatte zumindest schon mal einen Verlobten. Um den musste sie noch heftig kämpfen, damit er ihr nicht weg läuft. Ihr allein hat Josef wohl die Geschichte mit dem Kind und dem Geist Gottes nicht geglaubt, sondern Maria musste kräftige Unterstützung und Gottes zutun in Anspruch nehmen, damit sie ihren Josef halten konnte. Manch einer fragt sich bis heute: Wie kann ich sie oder ihn nur halten, damit er nicht weg läuft? Ein bisschen Engel-Geflüster im Verborgenen und in das Herz des Partners könnte nicht schaden.

Josef ist da – und dann ist er einfach weg. Das passiert auch: Auf einmal ist der Ehepartner weg – der Gedanke: Ich muss allein zurecht kommen. Für Maria war ihr Josef auch plötzlich weg. Wahrscheinlich ist er gestorben.

Wir erleben das auch hier – in den Scheidungakten, in den Erbschaftsfällen, in den Familiensachen.

Der Ehepartner ist manchmal weg – nicht aber Gott

Manch einer ist plötzlich wieder allein – aber nie ganz allein.

Ich wünschen Ihnen den Mann / die Frau fürs Leben –

Ich wünsche Ihnen die Kraft und Phantasie ihre Beziehung durch zu halten und immer wieder neu zu gestalten. Ich wünschen Ihnen, dass sie in dieser Beziehung erkennen, dass auch Gott eine Ehe mit Ihnen eingehen will: durch ihr ganzes Leben hindurch und darüber hinaus.

Jung, ledig, schwanger, sucht … Mann fürs Leben – und findet eine Beziehung über das Leben hinaus.

Kneten Sie sich jetzt einfach mal Ihren Mann / Ihre Frau für`s Leben. Falls Sie schon einen haben: Kneten Sie den mal richtig durch.

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