Von Dumpfbacken und geistigen Brandstiftern – über die paradoxe Wirkung der politischen Diskreditierungsrhetorik

Gegner

Der Außenminister und der Finanzminister versuchen sich in sprachlicher Härte gegen die politisch Andersdenkenden von der rechten und konservativen Seite.
Das ist verständlich und auch emotional durchaus nachvollziehbar.

Dennoch ist es kein guter politischer Stil, denjenigen, welchen man denkerische Engführung nachzuweisen versucht, mit sprachlicher Engführung und Wortgewalt zu begegnen.
Der Effekt könnte die eigene Diskreditierung als regierende Politiker sein, wenn die andere Gruppe sich dadurch immer mehr an den politischen Rand gedrückt fühlt und sich besorgte, aber bisher noch unentschlossene Menschen diesen Randgruppen anschließen, da sie sich nicht von den politisch Mächtigen verstanden und ernst genommen fühlen.

Mit politischen Gegnern kann man nicht über sprachliche Gewalt fertig werden, die man ja denselben vorwerfen möchte. Das geht genau so wenig, wie mit Andersgläubigen.
Die einzige würdige und auch politisch saubere Methode ist es doch, den extremistischen Verführern die Themen weg zu nehmen, um das Vertrauen der Menschen zu werben und am besten noch mit entschiedenem gutem Beispiel voran zu gehen.
Wir bekommen niemals etwas weg, wir bekommen lediglich etwas hinzu.
Und das sollte stets das Bessere sein.

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