Sicherheit – Ein Grundbedürfnis – aber wie?

Sicherheit

Dieser Tage wird viel über Sicherheit geredet. Die Anschläge von Würzburg, Ansbach und Reutlingen haben wohl jedem die Illusion genommen, der meinte, nur in Frankreich oder Syrien oder London könnte so etwas passieren.

Sicherheit ist tatsächlich ein großes Thema – gerade auch für Flüchtlinge, die hierher kommen, weil sie zu Hause Tag für Tag um ihr Leben fürchten müssen. Ohne Sicherheit ist die Freiheit nichts wert.

Nun bin ich kein fundamentaler Pazifist, der meint, mit ein paar richtig guten Worten und schönen Gesten lasse sich alles regeln. Eine Gesellschaft muss wehrhaft sein und bereit sein die gemeinsame Werte zu verteidigen. Es führt letztlich nichts an der Erkenntnis vorbei, dass es in dieser Welt nun mal das Böse gibt! „Erlöse uns von dem Bösen“ beten wir im Vater-unser, und haben jahrelang nicht geglaubt, dass es das Böse überhaupt gibt. Sicherheit zu schaffen und zu gewähren ist also notwendig. Doch wenn wir uns allein auf die Kraft der eigenen Konzepte, der Aufstockung der Polizisten, der Ausrüstung und technischen Ausstattung verlassen, springen wir zu kurz.

Ps. 33

Dem König hilft nicht sein starkes Heer

der Held rettet sich nicht durch große Stärke.

Nichts nützen die Rosse zum Sieg, mit all ihrer Kraft können sie niemand retten.

Es muss noch etwas mehr dazu kommen. Unser Blick muss wieder mehr denjenigen erfassen, der uns bereits letzte Rettung und Sicherheit zugesagt hat. Es ist auch ein Blick, der zugestehen muss, dass es uns letztlich nie gelingen wird allem Schrecklichen  aus dem Weg zu gehen. Es fällt wohl sehr schwer einzugestehen, dass wir in unserem Leben eben immer nur ein kleines Stück Sicherheit, ein kleines Stück Heil, Freude und Frieden finden. Es hat schon etwas Verwegenes heute zu sagen: Das Beste kommt noch, und bis dahin tun wir, was uns möglich ist. Vor allem lassen wir uns nicht die Freude und Zuversicht am Tun des Guten und Richtigen vermiesen.

Doch das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
denn er will sie dem Tod entreißen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten
Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe
Ja, an ihm freut sich unser Herz

Aus einer solchen inneren Erneuerung heraus kann ein zuversichtliches Handeln entstehen, das die Kraft hat zwar auch – aber nicht nur – mit Schutzweste und Waffen zu arbeiten, sondern das Böse mit dem Guten zu besiegen, weil dieser Sieg schon längst errungen und vollzogen ist.

Röm 12, 9

Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!
Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!
Vergeltet niemand Böses mit Bösem!
Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!
Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!
Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute

Somit sind alle drei Schritte zu tun:

  • Sicherheit mit unseren Mitteln zu schaffen – Klare Abgrenzung und Konsequenzen vorzunehmen.
  • Uns neu Besinnen auf denjenigen, der unsere Zeit und Ordnung letztlich in den Händen hält
  • Nicht aufhören mit dem Tun des Guten – gerade dann, wenn es aussichtslos erscheint.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.