Danke – für all das Gute, das leicht vergessen wird

blumenstraussViele und all zu oft betrachten die Welt und die momentane Situation und klagen: „Wo ist denn nun euer Gott“ – „Kann ein Gott so etwas wollen“ – „Alle sind korrupt, egoistisch“ – „Es ist aussichtslos“ – „Wann endlich greift dieser Gott ein“ – „Komm endlich Christus und zeige Deine Macht und Herrlichkeit“ – „Es geht nicht mehr lange gut“ – „Das kann nur in die Katastrophe führen“ Ich bin nicht frei von solchen Gedanken. Ich weiß um die Einseitigkeit der Berichte, die Manipulation und die nur scheinbare „objektive Meinungs- und Pressefreiheit“. Ich sehe die Probleme und Ungereimtheiten. Doch all diese Gedanken verstellen nur allzu oft den Blick für all das Gute, das in unserem Leben schon gewirkt wurde. Die Liste ist erstaunlich lang.

Danke,

dass Du, guter Gott, dass du mich in die Arme meiner lieben Frau geführt hast. Dass Du uns schon so lange zusammen gehalten hast. Ohne Dich hätten wir die Höhen und Tiefen dieser Zeit nicht durchleben können.

Danke,

für unsere Kinder. Wir haben uns Sorgen gemacht,  mit ihnen geweint, sie getröstet und hilflos auf manches geschaut … Wir haben unseres dazu getan – doch Du hast gewirkt.  Sie sind unsere Kinder. Sie sind Deine Kinder.

Danke,

dass wir uns als Familie nicht zerstritten und auseinander gelebt haben. Dass wir weiterhin zusammen stehen.

Danke,

für die Eltern und Geschwister. Für das Vorbild, das sie uns geben. Noch immer sind sie Lehrmeister wie man lebt, im Alter, bei Krankheit, wenn es nicht mehr richtig geht, im Sterben. Geschwister, die zusammen stehen, streiten, helfen und doch immer Geschwister und Familie sind.

Danke,

für die vielen Freunde, die wir haben. Dass wir miteinander reden können, miteinander feiern und gestalten. Was haben wir nicht schon alles zusammen getan? Freunde, mit denen wir reden können und die unsere Sorgen teilen und Anteil nehmen und Weggefährten sind.

Danke,

für die Krankheiten, Unfälle und Schmerzen. Wie oft haben sie Kehrwendungen eingeleitet und neue Richtungen vorgegeben? Immer haben sie neue Türen geöffnet, durch wir sonst nie gegangen wären. Haben Sie uns nicht auch Dir näher gebracht? Haben sie uns nicht auch ein Stück weit mit Deinem Leiden vereint?

Danke,

für die Wege, die du uns geführt hast und die wir nie so für möglich gehalten hätten? Wer hätte je gedacht, dass ich … dass du… dass wir…

Danke,

für die Sicherheit, die Ruhe und den Frieden, der da ist und den wir so wenig zu schätzen wissen. Was kann ich schon dafür, dass wir nachts ohne Angst um unser Leben durch die Straße gehen können?

Danke

für die Arbeit und unser Schaffen, auch wenn es immer wieder eine Last ist. Doch wir gestalten, wir tun. Im Grunde erfüllt sie uns und gibt uns einen Rahmen, ernährt uns und wir müssen nicht einfach nur rumsitzen. Wir sind zu etwas nutze.

Danke

für das Dach über dem Kopf. Wie oft haben wir schon dieses „zu Hause“ gestrichen, gestaltet, wohnlich gemacht und zur Heimat werden lassen ? Wir mussten nie frieren, mussten keinen Hunger leiden, und wenn wir Durst hatten, müssen wir uns noch nicht einmal mit Wasser begnügen – Ein guter Schoppen ist allemal drin.

Danke

Für die Ärzte und Krankenhäuser, auch wenn wir da nicht gerne hingehen. Unzählige Male haben sie uns geholfen. Ohne…, wäre…

Danke

für die Reisen, die wir gemacht haben. Die Städte, die wir gesehen haben, die Gespräche, die wir geführt haben.

Danke

für die Freude beim Laufen, beim Radfahren, beim Sport – auch wenn vieles jetzt nicht mehr so geht wie früher. Aber es war da – und es war schön! Danke für die Musik, die Gitarre, das Schlagzeug, die Flöte, die Klarinette, die Lieder

Danke

guter Gott, für die Sonne die aufgeht, die Sterne der Nacht, den Wind und den Schnee, die frische Luft und den Garten. Die Bewegung und die Ruhe, den Schlaf und das Frühstück, das Feuer im Ofen und den Grill im Garten. Das warme Bett und das gemeinsame Frühstück.

Danke

für das Leben, das Du uns geschenkst hast.

 

 

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