Nichts ist für die Ewigkeit.

hauskaputt

Lk 21, 5-19

Die Angst hat Konjunktur. Die Angst ist überall und immer.

Sie wird auch bei uns offenbar mit jedem Tag größer und mächtiger. Vieles, was noch vor ein paar Monaten oder Jahren selbstverständlich war, ist es heute nicht mehr.

Die Bedrohungen haben verschiedene Namen in unseren Tagen, aber immer denselben Inhalt.

Einmal heißen sie Terror und Terrorismus.

Dann heißen sie Altersarmut oder Jugendarbeitslosigkeit.

Sie heißen Islamismus oder Rassismus.

Sie heißen aber auch Putin, Trump, Erdogan, usw.

Sie können auch demographischer Wandel, also Kinderarmut heißen.

Für andere heißen die Bedrohungen Minuszinsen oder Inflationsrisiko.

Für wieder andere heißen sie Überfremdung und Massenkriminalität.

Oder Klimawandel, Erdbeben, Tsunami, Flächenbrände und Wasserarmut.

Jede Zeit hat ihre Bedrohungsszenarien.

Zur Zeit Jesu waren es die römische Besatzung,

der König Herodes,

die Sorge vor dem Untergang des Volkes Israel,

die Tempelzerstörung.

Später die Christenverfolgung vor allem durch Kaiser Diokletian – dem wir wohl die meisten Märthyrer „verdanken“ – mit etwa so unmenschlichen Methoden, wie wir sie heute bei der Terrorarmee IS erleben müssen.

Durch die Medien wissen wir heute nicht nur, welche Bedrohungen in unserer nächsten Nähe bestehen, sondern wir wissen auch, wo es andernorts auf dieser Welt Not, Krisen, Krieg und wachsende Spannungen gibt.

Die Dinge, die Jesus hier anspricht, sind für uns eigentlich nichts wirklich Unbekanntes.

Wir wissen schon recht gut, dass die Schöpfung irgendwann enden wird.

Wir wissen noch besser, dass auch wir nicht ewig leben.

Die Vergänglichkeit ist uns bekannt.

Und doch macht sie uns Angst und Sorgen.

Wenn wir uns noch einmal vor Augen führen, was Jesus in seiner prophetischen Rede alles aufzählt, dann stellen wir mit Staunen fest, dass es recht treffend alle unsere Sorgen beschreibt.

Sehr realistisch und differenziert nennt er alle unsere Problemfelder, bis hin zur Verfolgung aus Glaubensgründen, die dann die junge Kirche betraf und vor der wir uns durchaus auch ein wenig fürchten, wenn wir auf die Entwicklungen unserer Gesellschaft und der Kirchen schauen:

Wenige Geburten, noch weniger Taufen oder Trauungen, immer mehr Kirchenaustritte und viele Politiker, die meinen, von der Kirche ginge das Böse aus.

Letztlich ängstigen uns aber alle diese Dinge nur, wenn wir unbedingt etwas in der Welt festhalten wollen. Wenn wir zurückschauen wie Loths Frau.

Nur dann, wenn wir meinen, es dürfte sich nichts ändern und wir müssten die Dinge „unumkehrbar“ machen, wie das manche Politiker nennen, geraten wir in Panik, wenn sich die Welt dann doch ändert oder Sicher-geglaubtes untergeht.

Auf dieser Welt ist nichts sicher und ewig.

Alle Versuche der Menschen, dagegen anzukämpfen, sind in der Geschichte genauso gescheitert, wie sie in der Gegenwart und in der Zukunft scheitern werden.

Die Standhaftigkeit im Glauben – gegenüber den Untergangspropheten und den Weltverbesserungspropheten, den Scharfmachern und den Politisch-Korrekt-Korrigierenden – wird uns retten und auf der richtigen Bahn halten.

Wir wissen nicht, was wann genau geschehen wird.

Wir wissen nicht, wann welche Dinge untergehen werden.

Wir wissen auch nicht, wann wir die Erde verlassen werden.

Wir nehmen wohl zu recht an, dass die Welt irgendwann vergeht. Etwa so, wie Jesus es vorhersagt.

Aber:

Wir werden alle diese Dinge überleben.

Wir haben durch unsere Zugehörigkeit zu Jesus Christus Anteil am ewigen Leben Gottes, das uns niemand nehmen kann und von dem uns niemand trennen kann.

Nichts in der Welt ist letztlich so wertvoll und so sicher, wie die Zugehörigkeit zu unserem lebendigen Gott, der uns sehnsüchtig erwartet und uns schon jetzt beistehen will in allen Lebenslagen.

Ganz sicher.

 

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