Gott – Was ist das?

Gottesbeschreibung?

Es gibt viele Überlegungen und Überlegungstraditionen über diese Frage.

Häufig passiert es, dass gefragt wird: Gibt es überhaupt Gott? – bevor man sich gefragt hat, wer oder was das überhaupt sein soll. Hier einige Gedanken dazu.

Gott ist Liebe. Aha. Ja, und . .? Naja, jetzt gehen wir einmal an diesem Gedanken entlang:

Liebe ist Beziehung. OK. Liebe muss man glauben, man kann sie nicht beweisen. Oh!

Wenn mir jemand Liebe beweisen möchte, benutzt er/sie dazu Symbole: Geschenke, Küsse, Freundlichkeit/Zärtlichkeit, Sexualität etc. Aber sind das Beweise? Ich muss dann wohl schon glauben, dass diese Dinge wirklich zum Ausdruck bringen, dass es dieser Mensch wirklich innig gut mir mir meint. Geküsst zu sein, bedeutet zunächst einmal: Geküsst zu sein!

Was ist Beziehung? Es ist das Etwas-Zwischen-Etwas. Genau.

Beziehung ist letztlich nur im Dreierbild abbildbar: Ich – Du – Wir. Genau.

Also:

Gottvater = ich

(selbst-reflektiert, selbst-bewusst, der „Ich bin der Ich, Ich bin der Ich-bin-da“)

Übrigens: Genau in diesem Aspekt besteht vor allem unsere „Gottes-Ebenbildlichkeit“: Unter allen lebenden Geschöpfen besitzen wir Menschen alleine diese Merkmale. Und wir gehen davon aus, dass genau diese letztlich unseren Tod überleben werden.

Gottsohn = du

(Teil des Vaters, Ausdruck des inneren Wesens des Vaters, ewiger Ansprechpartner)

Gottgeist = wir

(Bezogensein ist mehr als „Ich und Du“, die Gemeinschaft schafft ein neues Wesen-sein)

Und die Schöpfung?

Ist der sichtbare/fühlbare/materialisierte Selbstausdruck Gottes inneren Seins: Beziehung.

Die Beziehung hält jegliche Materie im Innersten zusammen – und bleibt dennoch in Reinform unsichtbar. Wir können in der Welt nur den Ausdruck von Beziehung erkennen als Symbol für den inneren Zusammenhalt.

Nach wissenschaftlicher Erkenntnis, dürfte es die Welt gar nicht geben: Negative und positive Elemente neutralisieren einander, aber bilden keine Materie. Es gäbe also nichts.

Das meint auch die „Schöpfung aus dem Nichts“ oder „Gott ist derjenige, ohne den nichts wäre.“

Wo also irgendwo etwas ist, ist es in, durch und mit Gott – oder es ist nichts.

Dann kann Gott also gar keine Beziehung beenden, ohne sich zu widersprechen? Exakt. Er ist treu.

D.h. aber auch: Da wo wir diese heilige Beziehung/Treue/Wahrheit/etc. brechen/zerstören/quälen/etc., handeln wir dieser Liebe entgegen. Und damit tun wir uns selbst letztlich keinen Gefallen:

Verstehen wir einmal die Schöpfung als einen großen Organismus. Da kann sich kein Teil auf Kosten seiner Umgebung bereichern, ohne dem Gesamtorganismus und damit letztlich sich selbst und seiner Lebensgrundlage zu schaden. Ähnlich wie ein Krebsgeschwür in einem Körper. Genauso brauchen wir unsere organische Position und Funktion nicht selbst zu suchen: Die ist schon da. Wir sollen nämlich genau so sein, wie wir sind! Nur noch liebevoller . . .

 

 

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